Astrid Rössler und der Machtmissbrauch

 

Das aktuelle Interview mit der APA lässt nichts gutes erahnen, es müsse Reformen geben, ob bei der Raumplanung oder bei der City-Maut, im Vordergrund steht natürlich der Gesundheitsaspekt.

Wenn man allerdings die Berechnung des 80iger auf der A1Westautobahn heranzieht, dann merkt man geringe Erfolge, nichts desto trotz agiert Frau Rössler ungeniert weiter und hält die Bevölkerung zum Narren.

Was ist eigentlich mit Herrn Haslauer ??; er hätte die Mehrheit und könnte Frau Rössler auf die Finger klopfen, aber vielleicht muss erst die Grüne LH-Stellvertreterin einen Postenschacher Fall bei der ÖVP aufdecken  🙂

Und täglich grüßt die Bettlerstadt !!!

 

Ob linke, oder rechte Altstadt, man entkommt Ihnen nicht, an jeder Ecke stehen Sie, Bettler, aus Rumänien, Bulgarien, Sinti und Roma, alle erhoffen sich eine Menge Geld, um es der Organisierten Bettlermafia in den Hals zu werfen. Anstatt dass unsere Politik und Polizei was dagegen unternimmt, werden diese auch noch verköstigt, bekommen einen Schlafplatz und eine warme Mahlzeit von der Caritas.

Auch den Bulgarischen Urlaubern geht die Situation schon auf die Nerven; Neulich haben wir beim Müllner Steg einen Bulgaren angetroffen, der sich lauthals bei dem dort stehenden Bettler beschwerte.

 

Gedanken zu Frau Rössler

 

Da war einmal die Astrid, die wollte sooo gerne in die Landesregierung, nach der Wahl hatte der Wilfried  zu wenig Stimmen, weshalb er mit den Grünen und dem Team Stronach zusammen ging, worüber sich die Astrid sehr freute; „Hehehe, jetzt kann ich meinen Willen durchsetzen“.  Gesagt, getan, da wird aus aller erster der Flughafen wegen den angeblichen Lärm angegriffen, solche Maßnahmen wie Lärmschutz vom Flughafen werden negiert, anschließend kam die Westautobahn A1 tran, weil die bösen, bösen Dieselfahrzeuge so viele Stickoxide rausschleudern , also machen wir eine 3monatige Tempo 80 Testphase, die eine Verringerung  erzielen sollte, nach der Testphase, Oh Schreck, nur 7% Reduktion, eigentlich sollten es 13% werden, aber egal, ich verkauf die Werte als Erfolg, merkt ja keiner. ÖAMTC und die TU Wien behaupten, dass Tempo 80 nichts bringt, ist mir aber egal; „Weil ich mach mir die Welt, so wie sie mir gefällt“

Das Treffen mit Frau Vassilsakou oder “Audienz für die Unterlegenen”!

 

Sollten Medien an diesem Bericht interessiert sein bitte mich direkt kontaktieren!

Gestern fand nun endlich das Treffen mit unserer Vizebürgermeisterin Frau Mag. Vassilakou statt. Ein Kamerateam des ORF war anwesend und sollte vor der Diskussion Bildmaterial sammeln.

Ein Teilnehmer war dagegen und hat vorgeschlagen erst nach der Diskussion den ORF drehen zu lassen. Da es aber nur die Wahl zwischen „vorher drehen“ oder „gar nicht“ gab, haben wir  darauf  verzichtet Statisten in Frau Vassilakous neuem Promotionfilm „Schaut! Ich spreche mit den Initiativen“ zu sein.  Nach der Diskussion wäre es vermutlich kein positiver Bericht geworden und die Frage wer dann Statist geworden wäre steht im Raum….

Gleich zu Beginn wurde klargestellt, dass es nur um das Thema „Querungen“ geht.

Da wir alle nicht nur unter dieser Prämisse eingeladen wurden, haben natürlich die meisten Teilnehmer versucht auch andere Themen einzubringen, da sich der Punkt der Querungen sehr schnell beantworten lässt:  Öffnung aller Querungen, Auflösung des Einbahn-Wirrwarrs also zusammenfassend „Herstellung der Situation wie vor der Fußgänger- und Begegnungszone!“.

Zu diesem Schwerpunkt findet laut Frau Vassilakou heute ein Treffen mit Experten statt, wo sie unseren Input einbringen möchte.

Meine Vorstellungs- und Eingangsworte, dass ich mich für die Möglichkeit des Gesprächs bedanke, dieses Danke aber viel ehrlicher gemeint wäre wenn es vor der Befragung stattgefunden hätte wurde mehr oder weniger ignoriert. Warum man nicht früher eingeladen wurde bleibt ein Rätsel, zumal die Bürgerinitiativen Frau Vassilakou seit Langem bekannt sind.

Man hätte ja jederzeit bei ihrer Tour auf sie zukommen können – Teilnehmer der Diskussion die dies gemacht haben, wurden bei dieser Möglichkeit jedoch sehr schnell abgefertigt.

Eine Frage die bei allen auf der Liste stand wurde von einem Teilnehmer  sehr emotional gestellt:

Warum durften bei der  „Befragung“  jene die „B“ angekreuzt haben nicht die Fragen zur Querung und den Radfahrern beantworten und wann wird denn eine korrekte Befragung durchgeführt wie sie die Demokratie vorsieht. (die Regeln dafür wurden ja bekanntlich kurz nach der „Befragung“ neu und verbindlich definiert, was ja zeigt, dass hier offensichtlich nicht korrekt vorgegangen wurde.)

Dieser Teil der Diskussion ist beinahe eskaliert, denn Frau V. sieht erwartungsgemäß keine Probleme und Ungereimtheiten bei der Befragung. Generell wollte sie mit diesem Teilnehmer  keinerlei weitere Diskussionen. (es hätte fast mit dem Rauswurf  geendet…)

Die Information, dass scheinbar zahlreiche Personen weitere Fragebögen bei der zuständigen Stelle abholen  und somit mehrmals ihre Meinung abgeben konnten löste Verwunderung und Kopfschütteln bei Frau V. aus. Dieser Punkt wird mit Sicherheit zu einem späteren Zeitpunkt noch im Detail zur Sprache kommen.

Die von mir erneut, bewusst emotionslos, gestellte Frage zu diesem Thema wurde  leider auch nicht unter „ruhigeren“ Bedingungen beantwortet.

Meine Fragen warum denn ihr Facebook-Team auch konstruktive Beiträge löscht, die nicht der Linie der Grünen entsprechen blieb ebenso unbeantwortet (auch das ist ja ein Weg wie man als Bürger seine Argumente einbringen kann),  wie die Frage wie man denn die Wohngemeinschaften ausfindig machen konnten, die zum Schluss der Besuchs-Offensive priorisiert wurden.

Ausgiebig  durften wir wieder einmal die grüne Standard-Definition von direkter Demokratie hören, in der es ja Gewinner und Unterlegene gibt. Letztere wurden ja nun eingeladen um ihre Vorschläge einzubringen.

Mein Einwand, dass man als Vizebürgermeisterin das Wort „Unterlegene“ eigentlich nicht verwenden sollte wurde mit Floskeln „wir hätten das ja falsch verstanden“ abgeschmettert.
(kollektives Falschhören gerade in diesem Moment?)

Frau Vassilakou. hat auch betont, dass sie eigentlich nicht der Typ ist, der lange überlegt und rechnet was etwas kostet  bzw. Kosten verschiedenere Projekte gegenüberstellt. Es wurden uns diverse andere Projekte genannt, die Kosten im dreistelligen Millionenbereich verschlingen, da wären doch die Kosten für das Projekt „Mahü neu“ nicht wirklich relevant.

Ich persönlich sehe das anders.

Hier eine U-Bahn, dort eine Straßenbahn, vielleicht noch eine kleine Fußgängerzone… man kann Geld in ganz unterschiedlicher Weise ausgeben. Am leichtesten natürlich wenn es einem nicht gehört, da braucht man dann ja auch nicht so genau nachrechnen.

Die Meinung, dass Autos nicht gut sind, bleibt natürlich vorrangig und Frau Vassilakous Berater machen scheinbar alles, dass diese Meinung von ihr weiterhin voller Überzeugung vertreten wird.
Dass es gerade in diesem Bereich einen großen Umbruch gibt (Dieselmotoren der neuen Generation, Elektroautos, usw.) wird scheinbar von den Beratern vorsätzlich verschwiegen. Man muss sich nicht überall auskennen, aber man braucht gute, objektive Berater – das scheint leider nicht der Fall zu sein.

Das viel von den Medien strapazierte „WLan“ das auf der Mariahilfer Straße dann kostenlos zu Verfügung stehen soll wurde als „soziale Leistung“ für Familien, Studenten und junge Leute präsentiert. Einwände es gäbe wichtigere soziale Leistungen wurden oberflächlich kommentiert.
(es bestätigt die typische Zielgruppe – Leute, die dann auf der Mariahilfer Straße herumlungern weil sie  sonst nichts zu tun haben…) Wer wirklich auf eine Netzverbindung, egal ob beruflich oder als Student, angewiesen ist, wird sich nicht auf ein WLan auf der Mariahlifer Straße verlassen…

 

Eine privat durchgeführte Zählung einer Teilnehmerin die das Verhalten der Radfahrer in der Fußgängerzone dokumentiert wurde übergeben und zeigt, dass sich nur eine Minderheit an die Regeln hält.

Frau Vassilakou setzt hier auf den „Gewöhnungs-Effekt“. Im Klartext – Radfahrer und Fußgänger (in der Begegnungszone auch Autofahrer) müssen sich erst an diese neue Situation gewöhnen.

Meine Frage warum sich Radfahrer bis heute nicht an rote Ampeln, Einbahnen und Zebrastreifen gewöhnt haben wurde zwar mit einem kurzen Schmunzeln, sonst aber nicht weiter beantwortet.

Der Frage nach einer Fahrradpolizei wurde beantwortet – es wird spezielle Streifen geben die sich zukünftig um diese Probleme kümmern. (in Deutschland schon seit Jahren erfolgreich eingesetzt!)

 

Herr Maresch, der auch anwesend war hat durch gezielt theatralisches Kopfschütteln und Gemurmel zu sich selbst, „produktiv“ zum Gespräch beigetragen. Vielleicht ist er im Geiste mit dem Rad den Ring auf der eigens dafür vorgesehenen Spur abgefahren von der er ja wie wir seit gestern wissen träumt.

Auch wenn das Gespräch stellenweise äußerst emotional ablief – der sich dezent im Hintergrund haltende, aber unverkennbare Security musste nicht einschreiten, dafür aber häufig die Moderatorin, die sehr professionell  die Diskussionsrunde geleitet hat.

Natürlich sind das alles Polit-Profis aber auch wir lernen täglich dazu und unsere Möglichkeiten sind noch lange nicht erschöpft. Gerade ich werde immer mehr motiviert hier weiter aktiv zu bleiben und neue Schritte zu gehen. Mehr dazu nach dem Sommer.

Eure Meinungen die Ihr uns geschickt habt wurden Frau Vassilakou mit der Bitte um Beantwortung übergeben – ich halte Euch auf dem Laufenden!

 

Abschließend möchte ich noch eine Kleinigkeit loswerden, die ich gestern leider aufgrund von Zeitmangel und verständlich strenger Redezeitbeschränkung nicht mehr loswerden konnte – aber ich bin sicher hier wird mitgelesen und die Botschaft kommt an:

Wäre die Befragung wirklich demokratisch durchgeführt worden, ohne jeden Zweifel, dass es zu Manipulationen gekommen sein könnte, würden alle eingeladenen Initiativen das Ergebnis akzeptieren. Nur diese Zweifel bestehen und wir werden diese Zweifel nicht einfach verwerfen sondern weiterhin genau recherchieren und Betroffene zu diesem Thema befragen!

 

Liebe Grüße

Andreas

 

Die Frage

 

Eine Frage die mich bewegt, die mir gerade zu jede Nacht den Schlaf raubt und mich gequält hin und her wälzen lässt – in der Hoffnung  endlich eine Antwort zu finden.

Eine Frage die mich unter Tags kaum arbeiten lässt, weil dieses ungelöste Rätsel wie ein wildgewordener Radfahrer durch meinen Kopf rast.

Eine Frage bei der mir der Appetit vergangen ist, weil  der bohrende Gedanke niemals eine Antwort zu finden meine Ernährung auf das notwendigste Maß hat sinken lassen.

Eine Frage auf die die Antwort eigentlich so simpel scheint, aber ich komme nicht dahinter und meine Gedanken drehen sich im Kreis – immer auf der Hut vor dem wildgewordenem Radfahrer der ebenfalls durch meinen Kopf rast.

Ein Frage die es vor kurzer Zeit noch nicht gab – da die Welt noch in Ordnung war:

WENN IM SECHSTEN UND SIEBENTEN BEZIRK SO VIELE GRÜNE WOHNEN, DIE JA KEIN AUTO HABEN, WARUM – WARUM, WARUM, WARUM… GIBT ES DORT SO WENIGE FREIE PARKPLÄTZE????

 

Eine kleine, fast wahre Geschichte!

 

Mein Name ist Valerie, aber alle sagen Veggie zu mir,

ich bin das Kind von Piraten, meine Eltern sind Asphaltpiraten!

Ich lerne viel von meinen Eltern, den selbsternannten Outlaws der Stadt.

Ich lerne, dass grüne Matten die man auf Beton aufrollt Wiesen sein sollen. Ich lerne, dass Autos schlecht und Fahrräder gut sind! „Dasselbe gilt auch für deren Besitzer“ sagt die Mama immer und lacht dabei immer so witzig. Ich lerne keine Verkehrsregeln, weil ich fahre ja Rad.

Ich lerne, dass Graffitis etwas Böses sind, Kritzeleien auf der Straße die wir bei Straßenfesten auf den Boden schmieren und monatelang trotz starken Regens nicht weggewaschen werden die sind aber ok.

Mein Papa sagt immer „weg mit den Autos aus der Stadt, aber warten wir noch ein bisserl bis die Autofahrer unsere Radwege und neuen breiten Gehsteige finanziert haben“….ich soll´s nicht weitersagen – mahnt er mich!

Selten kommen mich Freunde besuchen, denn viele essen gerne Fastfood – und „so was kommt uns nicht ins Haus“ sagt die Mama, „die haben einen schlechten Einfluss auf dich!“ Ihr könnte euch jetzt vorstellen warum mich alle Veggie rufen…

Der neue Biomarkt ums Eck, der dort jeden Samstag für ein paar Stunden aufgebaut wird wo sonst nur die Autos stehen, der ist das einzige Wahre. „Der könnte ruhig täglich offen haben“, sagt sie, „vor allem weil dann keine Autos dort parken können“… die Radln aber schon, denke ich! Gut, für die die 5 Standln die Gasse zu sperren in der auf dem einen Eck ein Billa, auf dem anderen ein Spar ist wirkt ein bisserl übertrieben, aber darum geht es glaub ich nicht wirklich! Papa hat gemeint –„ Hauptsache wieder ein Grund die Autofahrer zu ärgern.“… soll ich auch nicht weitersagen – mahnt er mich erneut. Dafür haben wir dann dort alle viel Platz zum Spielen. Voll super ist ja, dass ein Möbelgeschäft in der Straße ein paar Liegen hinstellt damit man dort ausruhen kann. Damit sieht die restliche Straße auch nicht mehr so leer aus. Eigentlich hätten gar nicht alle Autos wegfahren müssen, denke ich mir. So schön wäre an dem Tag ein Ausflug in den Wienerwald gewesen, aber meine Eltern können sich kein Auto leisten und mit den Öffis ist es ihnen zu anstrengend. Papa sagt immer „wir holen das Grün zu uns und wem´s nicht passt der kann ja wo anders hinziehen!“ Genau, das hab ich meinen Freunden auch gesagt – da fallt mir gerade auf, die spielen in letzter Zeit lieber ohne mich.

Immer wenn ich Leute auf der Straße oder im Haus in dem wir wohnen treffe die ich kenne, schauen die immer so verwundert. Soll ich die etwa grüßen, die haben doch alle ein Auto!? Auch die alte Dame die vollgepackt vom Einkaufen kommt schaut immer so verärgert wenn ich ihr die Türe nicht aufhalte. Letztes Mal besonders böse weil ich die Tür ins Schloss fallen lassen hab und sie dann mit den vielen Einkaufssackerln den Schlüssel herauskramen musste. Ich verstehe das nicht. Und der eine Herr, der mir die Tür aufgehalten hat als ich mit meinem Scooter rausgebraust bin hat mir noch nachgerufen „Vielen Dank für´s Türe aufhalten und auch einen schönen guten Morgen!“ Komisch der alte Mann, er hat mir doch die Türe aufgehalten und wer hat etwas von schönen guten Morgen gesagt?

Letztes Mal hat ein Nachbar zu mir gesagt „da haben deine Eltern wohl etwas bei der Erziehung vergessen“. Wie meint er das, ich weiß doch alles was für mein weiteres Leben wichtig ist – oder?

Dienstag – ein ganz normaler Arbeitstag im Jahr 2016

 

Rechtzeitig zu Halloween:

Dies ist ein fiktiver Bericht aus dem Jahr 2016.

Ähnlichkeiten mit lebenden oder bereits verstorbenen Personen als
auch Ähnlichkeiten mit existierenden oder bereits verwahrlosten
Fußgängerzonen sind rein zufällig!
Der Begriff „Sekte“ wird in seiner ursprünglichen Bedeutung verwendet:
Wikipedia: Sekte (von lateinisch: secta ‚Partei‘, ‚Lehre‘, ‚Schulrichtung‘)
ist eine Bezeichnung für eine religiöse, philosophische oder politische Richtung
und ihre Anhängerschaft.

Sollte sich jemand durch diesen Bericht angegriffen fühlen – es ist ein fiktiver
Bericht und da Sie nicht erfunden wurden sondern echt sind betrifft es Sie nicht!

Und jetzt geht´s los:

Es ist Dienstag, ein ganz normaler Arbeitstag im Jahr 2016

Ich gehe durch eine der zahlreichen Begegnungszonen – es ist still
– gespenstisch still für eine Stadt wie Wien.

Auf verschmutzten, unansehnlichen Sitzmöbel unbekannter aber
hochbezahlter Designer sitzen Menschen und verweilen.
(„verweilen“ wurde 2015 zum Unwort des Jahres gewählt, im aktualisierten Duden
wird es wie folgt erklärt: „sich selber beim Ausruhen vormachen, die Welt wäre nur grün“)

Die Menschen sitzen dort nicht um einander zu begegnen, auch nicht um kurz
vom anstrengenden Arbeitstag in mitten des penetrant ins Auge stechenden Grüns
und den ebenso penetrant in die Nase stechenden Gestank auszuruhen, sie verweilen und beobachten, weil das die einzige Betätigung ist die ihnen noch geblieben ist.

Es ist still in den Geschäften rund um die Begegnungs- und Fußgängerzonen,
zu still für eine Stadt wie Wien.

In einigen Geschäften die noch nicht geschlossen haben, sieht man vereinzelt Angestellte die auf Kunden hoffen. Ihre ehemaligen Kollegen die bis vor kurzem noch Arbeit hatten beobachten sie neidisch und wehmütig von den Sitzmöbeln aus.

Vor einen Geschäft tummeln sich auffallend viele Menschen – es ist eine von dutzenden Filialen von „GrünRad“ einem Fahrradfachgeschäft des Monopolisten Vassilogic & Töchter GmbH , der ganz Österreich mit Fahrrädern und Zubehör versorgt.

Ein paar Schritte weiter, zwischen zerdrückten Bierdosen und alten zerknüllten
Zeitungen ein kleines weißes Kreuz. Der kleine Bub der hier vor einigen Wochen
beim Spielen schwer gestürzt ist, ist wenige Stunden später gestorben.
Es steht neben einem der Trampolin-Sitzmöbel die nun nach zahlreichen schweren
Unfällen in kleine Kinderplantschbecken umgebaut werden sollen.

Entlang der gesamten Straße liegen alte Verkehrsschilder die von einem Räumfahrzeug gesammelt und entsorgt werden. Studien haben ergeben, dass diese Schilder mittlerweile überflüssig sind. Sie werden recycelt und zu Billigfahrrädern verarbeitet. Bezahlt durch die Steuern der Bürger dieser stillen Stadt.

Selbst diese Fahrräder können sich die wenigsten leisten.
Teurere Räder wie z.B. das „GBTR“ (grüner Blitzturboraser) bleiben
der grünen Elite vorbehalten und können nur mit einem Mitgliedsausweis
der DGSÖ – Die Grüne Sekte Österreichs – gekauft werden.

Im Gegensatz zu den Billigfahrrädern ist eine Halterung für die mittlerweile gesetzlich vorgeschriebenen Kennzeichentafeln nicht vorgesehen, da diese Modelle einer Ausnahmeregelung unterliegen.

Weiter vorne, in einem ehemaligen Fastfood-Restaurant wird Bio-Ware angeboten,
die ebenfalls nur mit dem Ausweis der DGSÖ gekauft als auch verkauft werden darf.
Hersteller der Waren können sich um eine Verkaufslizenz bewerben, die von der DGSÖ nach einer genauen Prüfung vergeben wird.

Ist bzw. war der Bewerber oder ein Familienmitglied im Besitz eines KFZ ist die Vergabe einer Verkaufslizenz nicht möglich. In vereinzelten Fällen sind Ausnahmeregelungen bekannt, die aufgrund der Anzahl Fahrräder (pro Person mindesten 2, jedoch muss es sich dabei um die Marke GBTR handeln) erteilt wurden.

Gleich daneben , unter einem der zahlreichen Bäumen die in den letzten Jahren ohne Plan und Konzept gepflanzt wurden, steht weinend eine junge Frau, den Blick auf den Ast an dem ein durchgeschnittener Strick hängt gerichtet, und wiederholt immer wieder die Worte:

„Warum hast du das gemacht, warum?“.

Das Baby in ihrem Bauch wird seinen Vater, der mit seinem Rad in eine Kindergartengruppe gerast ist und mehrere Kinder schwer verletzt hat, nie kennenlernen. Die Gruppe war auf dem Weg auf den auf der Straße neu errichteten Spielplatz.

Die Polizei spricht von Selbstmord – auf der Straße erzählt man sich eine andere Geschichte!

Der Mann war Mitglied beim DGSÖ – von Rechtswegen wäre ihm nichts passiert, denn Unfälle zwischen Fußgängern und Radfahrern passieren täglich und werden auch von den zuständigen Stellen bestraft – im Falle eines Unfalls zwischen einem Mitglied der DGSÖ und einem Nichtmitglied erfolgt jedoch das schnelle Verfahren, denn der Leitsatz der DGSÖ „Schuld sind die Anderen“ wird auch von den Richtern sehr ernst genommen und entsprechend im Urteilsspruch berücksichtigt.

Die Kindergartengruppe gehörte nicht zum DGSÖ.
Die Spielplätze sind nun verwaist – zu gefährlich ist der Weg dorthin!

Drei unterschiedlich große Streifen unterteilen die Straße – ein schmaler, für die Fußgänger, ein mittelbreiter für jene die mit billigen Rädern unterwegs sind und ein überbreiter, mit Flüsterbelag ausgestatteter Luxusstreifen für die Mitglieder der DGSÖ.

Ein einziges hat die Massenrodung der Verkehrszeichen überstanden und steht alle paar Meter entlang fast jeder Straße Wien: „Vorrang für DGSÖ“.

Der Flüsterbelag ist eigentlich völlig unnötig, denn in den meisten angrenzenden Häusern gibt es keine Wohnungen mehr, da diese zu Fahrradgaragen im Luxussegment umgebaut wurden. Für jedes Fahrrad muss seit 2014 mindestens
10 m2 überdachte Fläche geschaffen werden. Es wurde auch eine sogenannte Fahrrad-Stellplatzverpflichtung eingeführt – bei jeder Geburt ist ein Fahrradstellplatz zu schaffen oder anzumieten.

Mittendrinnen das leise Plätschern eines Baches der sich durch graubraunen Sand seinen Weg Richtung Kanalisation sucht. Aus der einstigen Strandpromenade ist ein von Hundekot, Urin und anderen grausigen Dingen verseuchter Sondermüllhaufen geworden, den nicht einmal die Grüne Brigade, eine Spezialeinheit für Entgrünungsprobleme der Stadt Wien wegräumen möchte.
Ihr Slogan: „Wo wir sind wird´s grün“, wurde von einer DGSÖ nahen Werbeagentur erfunden – kolportiertes Budget 20,5 Millionen grüne Pfund (ca. 5,5 Mio Euro).

Aus den Plänen einer mittlerweile ausgewiesenen Politikerin, den südlichen Teil Österreichs inklusive Italien bis zur Adria zu fluten, um das Meer bis nach Wien zu holen ist nichts geworden.

Bei den Versuchen wurden zahlreiche Landstriche überflutet die seither nicht mehr genutzt werden können.

Experten haben vor Start der Testphase auf die geologischen Umstände hingewiesen und festgehalten, dass dieses Projekt nicht erfolgreich umgesetzt werden kann.
Befürworter des Projekts setzten eigene Experten ein (Qualifikation: war auf Urlaub in Bibione, Lignano oder Caorle) die zu folgendem Ergebnis kamen: „alles ist möglich – die Leute müssen sich nur daran gewöhnen“

Eine daraufhin gestartete Umfrage unter den Bewohnern des nördliche Teils Wiens mit der Fragestellung: „Ist das Meer nass – JA/NEIN“ , welche mit überwältigender Mehrheit mit JA beantwortet wurde, diente somit als Argument für den Start des Projekts.

Ein älteres Ehepaar, das engumschlungen (nicht aus Verliebtheit sondern um den GBTR-Fahrern so wenig Aufprallfläche wie möglich zu bieten) vor den Resten der Strandpromenade steht, hört man über die guten alten Zeiten plaudern, als „das Leben hier pulsiert hat“, „wo man sich gerne den öffentlichen Raum mit den Autos geteilt hat“, „wo es allen gut ging“, „wo Wien positiv anders war“, „wo es nicht zu ruhig war für ein Stadt wie Wien“.

Sie plaudern über ihr gutes altes Auto, mit dem sie Jahre lang in den Urlaub gefahren sind, den sie meistens in Österreich verbracht haben. Jetzt bleiben Sie in Wien denn der Weg in die überfüllten Bahnen ist ihnen zu beschwerlich und Koffertragen – das ging früher noch viel leichter.

Ihr Auto steht wie fast alle anderen Autos auf dem rund um Wien erbauten
Parkring Nr2.

Eine riesige Fläche für die zahlreiche Vororte Wiens dem Erdboden gleich gemacht und zubetoniert wurden. Mit einer Breite von bis zu 8,7 km umschließt dieser Ring aus Beton ganz Wien. 90% der Autos die dort stehen wurden den Besitzern durch Zwangsenteignung weggenommen und verrotten seither.

Wo sind eigentlich jene die für Verfall Wiens verantwortlich sind?

Hier in der Begegnungszone begegnen sich nur Ekel, Hass und Armut.

2015 wurden die Verursacher zwar ausgewiesen, aber die Versuche der neuen Verantwortlichen die Stadt zu retten kamen zu spät.

Wo sind die ganzen Mitglieder der DGSÖ? Bis auf jene die mit den anderen Geschäfte machen ist keiner mehr in diesem Stadtteil zu sehen.

Vielleicht sind sie in die neuen Stadteilen Wiens gezogen, die extra geschaffen wurden, als man gemerkt hat, dass die Testreihe der damaligen Vizebürgermeisterin Vassilakou schief geht und ein neues Biotop für die grüne Elite geschaffen werden musste?

Ich will es jetzt wissen – in den nächsten Tagen werde ich mich ökologisch hochwertig verkleiden, mit einem geborgten GBTR hinfahren und dieses Biotop heimlich besuchen.

Warten wir ab ob ich jemals einen Bericht darüber werde schreiben können – ich habe Angst!