Mehr Luft im Hirn als in den Reifen!

 

radl1 Facebook :WIR FORDERN NUMMERNTAFELN FÜR RADFAHRER

Neulich am Mittwoch, 7:40 Uhr, Piaristen-/Ecke Josefstädter Straße im 8. Bezirk:

Wieder einmal wartet ein Radfahrer mitten auf dem Schutzweg auf Grün.

Kinder, die sich zweifelsohne weniger vorausschauend im Straßenverkehr
bewegen, weichen aus. Nur wer in Richtung Josefstädter Straße ausweicht und
einen Schritt zu viel geht, läuft genau in den Fließverkehr.

Dieses Mal ist zum Glück wieder einmal nicht passiert. Nur – das Glück ist ein Vogerl…

Ich spreche den Radfahrer an und frage ob er mitten auf dem Schutzweg stehen muss.

Seine Antwort, in leicht nasalem „möchte gern Hochdeutsch“ war eindeutig:

„Natürlich muss ich da stehen, gerade jetzt und gerade auf dem Schutzweg.“

Diese präpotente Aussage löst ein selten bei mir eintretendes Ereignis aus: Sprachlosigkeit…!

In dem Moment erhalte ich eine Nachricht am Handy, nehme es heraus und höre folgendes vom Pedalritter der traurigen Intelligenz:

„Na bitte schön – machen´s nur a Foto von mir, des is ma scho recht“.

Na aber sehr gerne! Dank der Aufforderung bin ich journalistisch zum Thema Persönlichkeitsrecht ja fast aus dem Schneider. (trotzdem ist das Bild anonymisiert)

Also wie gewünscht hier das Bild mit dem Titel:

„Mehr Luft im Hirn als in den Reifen?“

Das liebe Frau Mickel (Bezirksvorsteherin Josefstadt) zu Ihrer Aussage:

“Mir liegt es am Herzen, dass wir mit ausgezeichneter Infrastruktur und klaren Regeln für ein gutes Miteinander sorgen.”

Politisches Wunschdenken und Realität sollten hin und wieder gemeinsam betrachtet werden!

 

 

Carsharing in Wien

 

 

Seit 01.September 2012 gibt es die ersten Parkplätze im öffentlichen Raum die ausschließlich für Autos von Carsharing-Betreibern reserviert sind.

Das alleine ist bei der aktuellen Parkplatznot ein heikles Thema!

Bedenklich finden wir von Agenda Stadt jedoch den Umstand, dass für einen solchen Platz nur 1.200,- Euro pro Jahr von den  Unternehmen zu bezahlen sind.

Die ersten drei Jahre stehen diese Plätze den Betreibern sogar kostenlos, gefördert durch die Stadt Wien, zu Verfügung.

Es handelt sich bei den Unternehmen keineswegs um junge Start Ups sondern um Großunternehmen womit diese großzügige Art von Förderung doch fragwürdig
erscheint.

Vergleicht man die Preise die ein privater Autobesitzer in den Innenbezirken für einen Garagenplatz pro Jahr zahlen muss (im Durchschnitt im ersten Bezirk ca. 3.000,- Euro, in den Bezirken 2-9 ca. 1.800,- Euro) stellt der Betrag von 1.200,- Euro den die Firmen in drei Jahren  für einen Platz zu zahlen haben beinahe einen Affront dar.
(man kann davon ausgehen, dass in drei Jahren die Preise für private Garagenplätze weitersteigen werden)

Man muss sich immer öfter fragen, wofür die Bewohner für ihren Bezirks ein Parkpickerl bezahlen wenn immer weniger Parkplätze zu Verfügung stehen.